Kinesio Taping

Charakterisierung Kinesio Taping

Das Kinesio Tape ist ein farbiges Tape mit Elastizitätseigenschaften, welche vergleichbar zu denen der menschlichen Haut sind. Kinesio Tape werden vom Therapeuten mit unterschiedlicher Spannung auf die Haut geklebt.

Kinesio Tapes beinhalten keinerlei Wirkstoffe (Arzneien). Vielmehr besteht die Grundidee beim Kinesio Taping darin, dass die oberste Hautschicht entspannt wird, was eine Verbesserung der Lymph- und Blutzirkulation in der verletzten Körperregion zur Folge hat. Durch die zusätzliche Stimulierung von Rezeptoren (propriozeptive Reize) in der Haut kommt es zur Funktionsverbesserung der Gelenke und einer Regulation des Muskeltonus.

Physiotherapie Erfurt

 

Durch den Einsatz von Kinesio-Tapes können demnach vor allem folgende Wirkungen erzielt werden:

  • Schmerzreduktion – Die Schmerzreduktion ist eine Folge der Druckentlastung im betroffenen Gewebe.
  • Positive Beeinflussung der Spannung und Ansteuerung der Muskulatur
  • Unterstützung der Gelenkfunktionen – Der Einfluss des Tapes auf die Spannung korrigiert muskuläre Ungleichgewichte, so dasss wieder eine Balance zwischen den Muskelgruppen entstehen kann.
  • Verbesserung des Lymphabflusses durch eine Aktivierung des Lymphsystems – z.B. durch ein Ergusstape nach einer Knieverletzung

Der große Vorteil des Kinesio-Tapings liegt darin, dass die Tapes bis zu zwei Wochen halten können und somit die beschriebenen Wirkungen längerfristig erzielt werden können. Somit können Kinesio-Tapes eine physiotherapeutische Behandlung, wie Massagen, Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage oder Krankengymnastik optimal ergänzen.

Indikation für Kinesio Taping

  • Jeglichen muskulären Beschwerden (z.B. Muskelzerrungen, Muskelfaserrissen, Überdehnungen oder Verhärtungen der Muskulatur (Myogelosen))
  • Sprunggelenksverletzungen (z.B. Außenbandriss), chronische Achillessehnenbeschwerden, Hallux valgus
  • Knieverletzungen (z.B. Patellaluxation, Erguss im Knie, Kniearthrose (Gonarthrose), Kreuzbandriss, Innenbandanriss oder -riss, postoperativ z.B. nach einer Meniskusoperation oder einer Rekonstruktion des Kreuzbandes (LCA-Plastik), nach Luxation der Kniescheibe)
  • Rückenschmerzen, Hexenschuss, Lumbalgie, Lumboischialgie, Bandscheibenvorfall
  • ISG Blockade
  • Schulterschmerzen (z.B. durch Impingement, Rotatorenmanschettenanriss)
  • Ellenbogenschmerzen (z.B. Tennisellenbogen oder Golferellenbogen)
  • Sehnenscheidenentzündungen