Motorisch-funktionelle Behandlung

Im Rahmen der Ergotherapie beinhaltet die motorisch-funktionelle Behandlung eine gezielte Therapie krankheitsbedingter Störungen bzw. Schädigungen der motorischen Funktionen, d. h. der Bewegungsabläufe, bei Menschen jeden Alters.

Ziel der motorisch-funktionellen Behandlung ist es diese Funktionsstörungen (z. B. Störungen der Bewegungskoordination, fehlende Ansteuerung von Muskelaktivitäten, schlaffe Lähmungen, oder Tonuserhöhungen der Muskulatur bei Spastiken) und die sich hieraus ergebenden Fähigkeitseinschränkungen zu verringern bzw. gänzlich zu beseitigen.

Die motorisch-funktionelle Behandlung umfasst dabei insbesondere Maßnahmen zum/zur:

  • Abbau pathologischer Haltungs- und Bewegungsmuster,
  • Aufbau und Erhalt physiologischer Funktionen,
  • Entwicklung oder Verbesserung der Grob- und Feinmotorik,
  • Entwicklung oder Verbesserung der Koordination von Bewegungsabläufen und der funktionellen Ausdauer,
  • Verbesserung von Gelenkfunktionen, einschl. Gelenkschutz,
  • Vermeidung der Entstehung von Kontrakturen,
  • Narbenabhärtung,
  • Desensibilisierung bzw. Sensibilisierung einzelner Sinnesfunktionen,
  • Schmerzlinderung,
  • Erlernen von Ersatzfunktionen,
  • Verbesserung der eigenständigen Lebensführung, auch unter Einbeziehung technischer Hilfen.

(Quelle: Heilmittel-Richtlinie in der Fassung vom 20. Januar 2011 mit Änderung vom 19. Mai 2011, in Kraft seit 1. Juli 2011)